Bauen und Wohnen > Bauen & Wohnen > Baufinanzierung > Umbauen ohne Stolperfallen – Förderprogramm für barrierefreies Modernisieren

Umbauen ohne Stolperfallen – Förderprogramm für barrierefreies Modernisieren

(epr) 31 Millionen Menschen in Deutschland gehören derzeit der sogenannten Generation 50 plus an. Bis 2020, so Prognosen, werden es mindestens 36 Millionen sein. Anders als die Generation davor verfügen diese „Best Ager" über eine große Kaufkraft und zeigen sich ausgesprochen mobil und flexibel. So ergab eine Studie des Berliner Forschungsinstituts Empirica, dass zwei Drittel der „jungen Alten" nochmals ihre Wohnsituation verändern wollen - sei es, weil sie ihre Wohnung umbauen oder in eine neue Wohnung umziehen wollen. Hintergrund ist nicht allein, dass die Kinder aus dem Haus sind und eine kleinere Wohnung als ausreichend empfunden wird. Vielmehr spielen Gründe der Vorsorge - Stichwort „Barrierefreiheit" - eine Rolle. Man weiß ja nicht, ob das Gehen irgendwann beschwerlich wird oder gar nicht mehr möglich ist. Vielleicht erfordert es die persönliche Situation auch bereits, und der Modernisierungsbedarf ist groß: Etwa 78 Prozent aller Wohnungen sind älter als 25 Jahre. Von „barrierefrei" hat damals noch keiner gesprochen. 

 

Bäder mit ebenerdiger Dusche und mit viel Platz für einen Rollstuhl, niedrige Schalter, höhere Steckdosen, bodentiefe Fenster mit freiem Blick auf das rege Treiben davor, ein Lift im Treppenhaus und keine Schwellen oder Stufen in Haus und Wohnung: Das sind nur einige Beispiele, wie man eine Wohnung barrierefrei, das heißt auf die Bedürfnisse Älterer oder Gehbehinderter, umbauen kann. Bei der Finanzierung einer solchen Renovierung hilft die KfW Förderbank mit dem Programm „Wohnraum Modernisieren". 

 

Im Rahmen dieses Programms können alle Immobilienbesitzer von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden ein langfristiges, zinsgünstiges Darlehen mit festen Zinssätzen und tilgungsfreien Anlaufjahren beantragen. Dabei wird alles, was den Gebrauchswert und die allgemeinen Wohnverhältnisse verbessert, wie zum Beispiel der Einbau neuer Fenster und Böden oder der Austausch der Sanitär- und Elektroinstallationen, unterstützt. Bis zu 100 Prozent der Investitionskosten können auf diese Weise mit dem Kreditprogramm in der Variante „Standard" finanziert werden, maximal jedoch 100.000 Euro pro Wohneinheit. Eine Kombination mit anderen Kreditprogrammen der KfW ist möglich. Mehr unter www.kfw-foerderbank.de.

Zurück